Arbeiten in England

 

Die europäische Union hat auch ihre Vorteile.
Die Voraussetzungen für EU-Bürger, um in England arbeiten zu dürfen, sind sehr gut.

 1. Arbeitssuche

Heutzutage findet man seinen Job im Internet. Es gibt zahlreiche Job Börsen, die einem dabei helfen.

Total Jobs
Monster
Jobsite
fish4jobs
reed.co.uk

2. Bewerbung

Haben Sie eine interessante Stellenanzeige gefunden, gibt es meistens die Möglichkeit die Bewerbung gleich online  zu schreiben.

In England benötigen sie für eine Bewerbung:

  • ein Anschreiben (Covering Letter)
  • den Lebenslauf (CV)

Sie müssen mit der Bewerbung weder ein Bild mitschicken, noch ihr Geburtsdatum im Lebenslauf erwähnen.

Grund – Entscheidungen sollen nicht durch Aussehen oder Alter beeinflusst werden.

Voraussetzung, für eine Anstellung:

 

3. Vorstellungsgespräch (Interview)

Das Vorstellungsgespräch läuft ähnlich wie in Deutschland ab.

Wenn die Firma sich gut vorstellen kann Sie einzustellen, werden Sie zu einem 2. Vorstellungsgespräch eingeladen.
Da werden dann auch Gehaltsvorstellung, Benefits etc. besprochen.

Gehen Sie aber bitte immer davon aus, dass bereits im 1. Vorstellungsgespräch diese Themen schon fallen könnten.

Tipp: Fragen sie im Interview nach den Benefits, welche die Fa. anbietet, falls diese noch nicht erwähnt worden sind.

4. Arbeitsbeginn

Mit ihrer Anstellung sind Sie automatisch über die NHS (National Health Service) versichert.

Zahnarztkosten werden (anteilsmäßig) von der NHS nur übernommen, aber nur wenn sie auch bei einem NHS Zahnarzt sind.

Für höhere Positionen bieten einige Firmen noch eine zusätzliche private Krankenversicherung als Benefit an.

Vorteile einer zusätzlichen privaten Krankenversicherung:

  • kürzere Wartezeiten
  • bessere Ärzte
  • Kosten müssen NICHT erst vom Patienten übernommen werden. (Bitte aber noch einmal die gewählte Krankenkasse fragen)

Zusätzliche Benefits

Companypension

Da die Rente in England wirklich sehr gering ist (ca. 60 – 90 GBP wöchentlich / 70 – 110 Euro), ist es ratsam eine Company Pension abzuschliessen. An der Höhe des Eigenanteils errechnet sich der Firmenanteil.

“Lunchvouchers”

Besitzt eine Firma keine Kantine, kann es vorkommen, dass die Angestellten “Lunchvouchers” in einem bestimmten Wert erhalten. Eine Art kleiner Zuschuss zum Mittagessen. Die Gutscheine können in verschiedenen Supermärkten wie z.B. Tesco oder Saintsbury eingelöst werden.

Sobald Sie eine Stelle haben, brauchen Sie auch ein englisches Bankkonto.  Das können sie auch tatsächlich erst eröffnen, wenn Sie einen Job haben.

Sonstiges: 

  • 25 Tage Urlaub (üblich in der UK ) und natürlich die 8 Feiertage (Weihnachten + Ostern inkl.)
  • Kein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld
  • Dafür einen Bonus am Ende des Jahres, der aber auch nicht immer garantiert ist.
  • Keine Überstundenvergütung.
  • Abfeiern von Überstunden ist meistens nur bedingt möglich (hängt von der jeweiligen Firma ab)

Benefits variieren von Firma zu Firma.

5. Zusätzliche Informationen

Kurzarbeit:

Wenn durch eine Krise bedingt die Firma Kurzarbeit anmeldet, dann bekommt der Arbeitnehmer den  ausgefallenden Lohn NICHT wie in Deutschland zu 60% bzw. 67% erstattet.
10% Gehaltskürzung bedingt durch Kurzarbeit sind auch wirklich 10% weniger Lohn.

Arbeitslosengeld:

Arbeitslosengeld in der Uk liegt zwischen 60 – 100 Pfund wöchentlich.
Das Arbeitslosengeld wird 25 Wochen gezahlt.
Das Gehalt vor der Entlassung spielt KEINE Rolle bei der Arbeitslosengeld Berechnung.
Als Ausgleich sind die Firmen in England verpflichtet eine Abfindung zu zahlen.
Dafür muss man mindestens 2 Jahre für die Firma gearbeitet haben. Die Höhe der Abfindung errechnet sich wie folgt:
Pro Arbeitsjahr bei der Firma wird ein Monatsgehalt Abfindung bezahlt.

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