Christmas Pudding

Christmas Pudding © Edward Shaw

Plum Pudding oder Christmas Pudding?

Das Wort “Christmas Pudding” oder auch “Plum Pudding” haben wir alle sicherlich zum ersten mal im Englischunterricht in der Schule gehört.

Aber wo liegt der Ursprung dieser Tradition und wessen Idee war es, dieses aufwendige Dessert für das Weihnachtsessen zu wählen?

Geschichtlicher Hintergrund

Gehen wir einfach mal zurück ins mittelalterliche England.

Wie so fast alles, was mit Weihnachten zu tun hat, entspringt auch die Idee des ( Christmas ) Puddings der Kirche. Das wiederum bedeutet, es wird nicht einfach so ein Kuchen gebacken, sondern der ganze Vorgang symbolisiert etwas.

So, jetzt wird es etwas kompliziert:

Am 25. Sonntag nach Trinity Sunday sollen aus 13 Zutaten, die Jesus und die 12 Aposteln symbolisieren, ein “Pudding” gekocht werden.
Dabei muss jedes Familienmitglied einmal umrühren und zwar von Ost nach West, um damit den vorbestimmten Weg der 3 heiligen Königen zu beschreiben / zu ehren.

Alles verstanden?
Zum Glück hat man heraus gefunden, dass der Kuchen auch schmeckt, wenn er ohne diesen Hintergrund zubereitet wird.

Wie auch immer – die ganze Prozedur hat sich dann über die Jahre hin noch etwas entwickelt und ist dann ausgereift im viktorianischen England angekommen.

Übrings ist King George dafür verantwortlich dass, ab 1714 diese Art von Pudding als Dessert beim Weihnachtsessen (christmas dinner) gereicht wird und somit zum “Christmas Pudding” befördert wurde.

Auch die Zutaten des Christmas Puddings haben sich über die Jahre immer wieder verändert.
Da jede englische Familie ihr eigenes Rezept hat, variieren die Zutaten.
Aber man kann davon ausgehen, dass Früchten, Nüssen, geriebene Möhren, Semmelbrösel, sowie Rohrzucker, Sirup und Alkohol im Pudding zu finden sind. Die dunkle Farbe verdankt der Pudding übrings dem Sirup.

Traditionen, die bis heute angehalten haben:


  • der Christmas Pudding wird am Sonntag vor dem 1. Advent gekocht. Dieser Sonntag wird auch “Stir-up Sunday” genannt, da jedes Familienmitglied einmal umrührt und sich etwas wünscht.
  • Es werden kleine Münzen im Pudding versteckt. Die Münze darf behalten werden und kündigt Wohlstand fürs kommende Jahr an. Inzwischen verzichtet man aber auf diese Tradition, da dies häufig mit einem teuren Zahnarztbesuch endet.
  • Sobald der Pudding fertig erhitzt worden ist, wird er mit Brandy übergossen, angezündet und zum Tisch gebracht.

Falls sie in diesem Jahr ihren eigenen Christmas Pudding kochen wollen, finden sie hier das Rezept.
Und falls nicht, können sie hier einen fertigen Christmas Pudding bestellen.

Trackbacks

  1. […] dem Rezept, könnte man theoretisch den Pudding einige Tage vor Weihnachten kochen. Aber aus rein traditionellen Gründen wird der Pudding am letzten Sonntag vor dem 1. Advent gekocht. Die Mutter meiner Freundin macht ihn […]